Taste Planet Mars - Entstehung

Die Idee

Anfang 2018 haben wir den Start der Rakete Falcon Heavy und Starman von SpaceX live verfolgt. Das Ziel, der Mars. Großartig!

Erst ein paar Wochen zuvor ist unser Pulver zur Mineralisierung von Trinkwasser in den Verkauf gegangen - also quasi Mineralien vom Planeten Erde. (Auch die Entwicklung dieses Pulvers war viel aufwendiger, als man eigentlich ahnen möchte. Beim nächsten Produkt sollte es noch schlimmer kommen!)

So entstand die etwas verrückte Idee, dass es auf dem Planeten Mars sicher auch Mineralien gibt. Eigentlich müsste man die Mineralien vom Mars zur Erde einfliegen und hier an die Reichsten dieser Welt verkaufen! Die Geschäftsidee wird sicher irgendwann Realität werden können, aber aktuell ist die interplanetare Logistik erst im Aufbau (Go Elon! Wieso dauert das so lange...)

Plan B

Daher Plan B: Kann man mit wissenschaftlichen Ergebnissen, die die Sonden und Rover vom Mars gesammelt haben, die Mineralien auf der Erde authentisch nachbauen? Wären diese tauglich für Lebensmittel?

Da wir selber mit einem wissenschaftlichen Hintergrund ausgestattet sind, bildete sich bald ein kleiner Stapel mit wissenschaftlicher Primärliteratur auf dem Schreibtisch. Lange Zeit sah es so aus, als ob sich kein halbwegs valides Produkt auf den Markt bringen lässt. Die wissenschaftlichen Daten der Sonden und Rover waren bezüglich der Mineralien im Wasser viel zu allgemein und man konnte die Zutatenliste nur sehr grob abschätzen.

Wir wollten eigentlich schon aufgeben, bis wir durch Zufall auf die eher unbekannte NASA-Mission Phoenix gestoßen sind!

NASA-Sonde Phoenix

Die NASA-Sonde Phoenix ist im Mai 2008 in der nordpolar Region des Mars gelandet und hat dort bis November 2008 spannende Experimente durchgeführt. In der nordpolar Region des Mars wurden große Wasservorkommen vermutet und deswegen wurde auch diese Landestelle ausgewählt. Die Mission war nur auf wenige Monate geplant, weil die tiefen Temperaturen in der Polarregion im Winter die Sonde einfrieren würden. Die kurze Dauer der Mission könnte auch ein Grund dafür sein, dass diese relativ unbekannt ist.

Die Ergebnisse waren jedoch großartig: Es gelang der erste direkte Nachweis von Wasser auf der Oberfläche des Planeten! Außerdem wurde ein bis dato einzigartiges Experiment durchgeführt: Das MECA Experiment (Mars Environmental Compatibility Assessment) mit einem nass-chemischen Labor.

In der Sonde wurde etwas Mars-Gestein in Wasser aufgelöst und mit Messgeräten die Mineralien bestimmt, die sich im Wasser gelöst hatten. Ein derartiges Experiment wurde bis heute nicht wiederholt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Taste Planet Mars.

Rezeptur

Natürlich darf man in den wissenschaftlichen Artikeln zur NASA-Sonde Phoenix keine fertige Rezeptur erwarten, die man einfach an einen Lebensmittelhersteller geben kann. Vielmehr beginnt die Arbeit erst, sich in die Details des Experiments einzuarbeiten, zu dem es unzählige Publikationen gibt. Die Wichtigsten haben wir hier zusammengestellt. Dennoch haben wir in der Ableitung keine Mühen gescheut:

Im Prinzip haben wir ein "Chemical Divide Modell" auf das Einfrieren des Wassers mit Mineralien angewendet und so die Zutaten Schritt für Schritt ermittelt. Dabei mussten wir Perchorat in Chlorid umsetzen. Dies wird nur in Medikamenten eingesetzt und ist für Lebensmittel nicht zugelassen. Auch hierfür gibt es aber eine wissenschaftliche Begründung, die mit der Strahlung auf dem Mars zusammenhängt. Es gibt viel zu entdecken...

Produktion

Letztendlich muss das Produkt natürlich noch auf dem Markt kommen und als Lebensmittel seinen Platz bekommen. Da die Oberfläche des Mars sehr reich an Magnesium ist, konnten wir das Produkt als "Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium" ausloben. Es folgen die üblichen Schritte unseres Prozesses, der auf höchste Qualität ausgelegt ist und auf Grund des ungewöhnlichen Produktes doch langwieriger war als gedacht: Auswahl der passenden Qualitäten für die Zutaten, Absprache mit dem Lohnhersteller (wir lassen das Produkt in unserem Namen von einem spezialisierten Hersteller produzieren), Begutachtung des Lebensmittels von einem vereidigtem Sachverständigen, amtliche Anzeige als Nahrungsergänzungsmittel...

Das Ergebnis kann man wirklich bestellen!